Infos und News


♦ Immobiliengeschäfte: Was die Steuerreform ab 2016 bringt

Höhere Abgaben, längere Abschreibungszeiträume und ein ganz neues System.

Der Nationalrat hat im Juli die Steuerreform beschlossen. Zur Finanzierung der Lohnsteuer-Entlastung will die Bundesregierung bei Immobiliengeschäften höhere Steuereinnahmen lukrieren. Folgende Neuerungen bringt die Reform ab 1. Jänner 2016:

Immobilien-Ertragsteuer: Im April 2012 wurde die Immobilien-Ertragsteuer (Immo-ESt) eingeführt. Sie ist eine Steuer auf entgeltliche Transaktionen, die vom Verkäufer bezahlt werden muss. Dass dieser sie im Verkaufspreis unterbringen will, ist klar. Die Immo-ESt wird mit Anfang 2016 von 25 auf 30 Prozent des Verkaufsgewinns erhöht. Das betrifft Liegenschaften, die nach März 2002 erworben wurden. Bei älteren Objekten wird derzeit der Verkaufserlös mit 3,5 oder 15 Prozent besteuert. Der höhere Wert gilt, wenn umgewidmet wurde. Diese Steuersätze steigen auf 4,2 und 18 Prozent. Wer seinen Hauptwohnsitz verkauft, bleibt steuerbefreit

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♦ Nebenkosten beim Wohnungs- und Grundstückskauf

Beim Immobilienerwerb in Österreich fallen Nebenkosten an, die von Fall zu Fall unterschiedlich hoch und unbedingt in die Überlegungen zum Erwerb und vor allem dessen Finanzierung einzubeziehen sind:

  • Maklerprovision
  • Grunderwerbsteuer
  • Grundbuchsgebühr
  • Anwalts- oder Notarskosten
  • Kosten für die Beglaubigung der Unterschriften

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♦ Erbrecht: In Navarra lockt nicht nur die Sonne

Erbrecht. Ab Mitte August gilt die EU-Erbrechtsverordnung. Das Erbrecht richtet sich dann nach dem gewöhnlichen Aufenthalt. Was aber nicht das Einzige ist, was zurzeit für Verwirrung sorgt.

Wien. Gar nicht so wenige Österreicher, die etwas zu vererben haben, spielen mit dem Gedanken, ins Ausland zu übersiedeln. In die spanische Region Navarra zum Beispiel. Und das nicht nur wegen des sonnigen Klimas, sondern vor allem wegen des dort geltenden Erbrechts: In Navarra gibt es kein Pflichtteilsrecht. Und so mancher wäre den Zwang, bestimmten Angehörigen einen fixen Teil des Erbes hinterlassen zu müssen, gern los.

Bisher hätte eine Übersiedlung ins Ausland da gar nichts genützt, weil für österreichische Staatsbürger – unabhängig vom Wohnsitz oder Aufenthalt – österreichisches Erbrecht galt. Am 17. August 2015 tritt jedoch die EU-Erbrechtsverordnung in Kraftweiterlesen


♦ Allgemeines zur Immobilien-Ertragssteuer

Die Spekulationsfrist von grundsätzlich zehn Jahren (in diesem Zusammenhang wird oft fälschlicherweise von einer Spekulationssteuer im Sinne einer eigenen Steuer gesprochen) wurde abgeschafft. Daher unterliegen ab 1. April 2012 grundsätzlich sämtliche Gewinne aus der Veräußerung von Grundstücken der Einkommensteuerpflicht.

Als Grundstücke gelten

♦ Grund und Boden,

♦ Gebäude und

♦ grundstücksgleiche Rechte (z.B. Baurechte).

Auch Eigentumswohnungen fallen unter den Grundstücksbegriff.

Die bisherige zehnjährige Spekulationsfrist hat aber noch insofern Bedeutungweiterlesen


♦ Ausnahmen von der Immobilien-Ertragssteuer

Bei der Immo-ESt gibt es folgende Ausnahmen / Befreiungen:

♦ Hauptwohnsitzbefreiung

♦ Herstellerbefreiung

♦ Enteignungen

♦ Tauschvorgänge

Hauptwohnsitzbefreiung

Steuerfrei ist wie bisher die Veräußerung von Eigenheimen und Eigentumswohnungen samt Grund und Boden, wenn es sich dabei um den Hauptwohnsitz der Steuerpflichtigen/des Steuerpflichtigen handelt. Der Hauptwohnsitz (Mittelpunkt der Lebensinteressen) ist wie bisher das Einfamilienhaus oder die Eigentumswohnung, in dem/der die Verkäuferin/der Verkäufer seit der Anschaffung und bis zur Veräußerung durchgehend für mindestens zwei Jahre gewohnt hat…weiterlesen


♦ Häuser und Grundstücke immer gefragter

Die Nachfrage nach Immobilien ist ungebrochen. Neben anhaltendem Gedränge in den Ballungsräumen ziehen vor allem Nachfragen nach Häusern und Grundstücken laut einer aktuellen Erhebung weiter an – obwohl die Preise steigen und man freie Immobilien nur weit weg von der nächsten Stadt bekommt.

Die Nachfrage nach Häusern erhöhte sich laut dem Überblick des Internetportals ImmobilienScout24 im abgelaufenen Jahr um 5,8 Prozent. Bei Grundstücken stieg die Nachfrage um 4,3 Prozent. Gegenüber 2010 legten die Suchanfragen bei Häusern um zwölf Prozent zu, bei Grundstücken um 30 Prozent. In Wien habe sich die Grundstücksnachfrage zwischen 2010 und 2014 sogar verdoppelt…weiterlesen